im moment hör ich gerade eine kindergartentanten-version des liedes "by the river of babylon". gar nicht mal so schlecht. mein zimmerfenster befindet sich nämlich in einem innenhof der von diversen anderen wohnungshäusern gebildet wird und aber auch von einer pädagogischen schule mit probekindergarten im erdgeschoß. probekindergarten? naja versuchskanninchen halt. das sind wahrscheinlich kinder, bei denen man von vornherein nichts mehr falsch machen kann. die ärmsten.
zurück zum egozentrischen inhalt: MEINE wohnsituation. die vorteile dieser lage sind gratiskonzerte der schüler/innen, die ihre "künste" zum besten geben und damit mama und papa stolz machen und mich bei diversen schmankerln auf blockflöte und gitarre mitschmarotzen lassen(ich klatsche dafür auch immer begeistert beifall).
der nachteil ist die hofpause um halb eins und um halb fünf. und das regelmäßig. und das scheien keine normalen kinder zus ein. nein, das müssen verhaltenskreative monster sein. unabhängig ob fenster zu oder offen, man hört sie. und das LAUT. und die singen keine "by the river of babylon" oder "time after time" lieder, sondern schreien grölen und vor allem sie SCHREIEN. und wenn man als student nach einem harten tag sein nachittagsschläfchen braucht oder nach einer langen harten durcharbeiteten nacht seinen wohlverdienten schlaf, dann ist es im zeitraum von halb eins bis halb zwei und von halb fünf bis halb sechs nicht möglich.
da kann man sich dann im geduldig sein trainieren für die eigenen kinder/monster später dann mal. naja gerade schmackhaft werden sie einem dadurch ja nicht gemacht.
aber genug davon.
ich und viele andere menschen sind heute von einem scheinbar völlig verwirrten menschen bekehrt worden. ich ging natürlich ohne große vorbehalte an ihm vorbei und plötzlich begann er zu reden. mit mir mit dem dreijährigen kind neben mir und dem vater des kindes. "der papst, der papst,...." und noch andere unzusammenhängende wörter. er hatte eine markerschütternde stimme. sie hallt noch jetzt in meinen ohren. als hätten sich seine stimmbänder verknotet. sie war tief. tiefer als jede andere stimme, die ich jemals zuvor hörte. man spürte beinahe die vibration in der luft mitschwingen. den satz oder besser diese wortfetzen betonte er mit einer prophezeienden sicherheit. irgendwo aber tat er mir auch leid. er muss anscheinend mit irgendwelchen psychischen störungen leben, die in verfolgen.
aber die weltuntergangsvorhersage war noch gar nicht die krönung des heutigen tages.
in einer vorlesung heute hatte ich die ehre neben einem äußerst gestörtem mädchen zu sitzen, dass mich mit lästigen fragen nervte. naja berechtigte sache und so aber was bitte ist daran legitim neben mir mit ergötzen in der nase rumzubohren und rumzubohren und rumzubohren ohne ende und (so gierig wie sie war) ihr mittagessen zu essen(ja den rotz). wenn wer auf den geschmack gekommen ist soll er es am klo daheim oder sonst wo machen aber nicht neben mir in der lehrveranstaltung, worauf ich mich keine sekunde mehr konzentrieren konnte. ich hatte nur mehr ihr riechorgan im blickfeld. wie lange hatte sich die schon nicht mehr geschneuzt? das waren bestimmt einige kilo naseninhalt in seiner herrlichsten reifen form. anfangs schön verkrustet mit dem anschließenden schleimbeutel dran. ich hole jetzt weiter aus und traue mich zu sagen, dass sie angesichts der bemerkenswerten menge womöglich auch ihr abendessen erspart hat.
siehst du bildungspolitik? das sind keine studienbedingungen. studenten können sich nicht mal mehr ihr essen leisten und müssen sich von dem ernähren, was der eigene körper so hergibt. und auch sie hat ausgeholt und begonnen in ihrem schmalzigen ohr zu bohren...